© BBP Mexiko
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Die Berufsbildungspartnerschaft (BBP) Mexiko setzt sich nicht nur für die Sicherung qualifizierter Fachkräfte ein, sondern auch für mehr Inklusion und einen besseren Zugang zu Ausbildung. Im Herbst 2025 rückten zwei Schwerpunkte in den Fokus: die Einführung der dualen Ausbildung im Süden Mexikos und die Förderung junger Frauen für technische Berufe durch den Girls’ Day.
Seit fünf Jahren organisiert die BBP Mexiko den Girls’ Days nach deutschem Vorbild – in diesem Jahr im Bundesstaat Oaxaca. Dort fand im Oktober ein zweitägiges Programm statt, das über 200 Schülerinnen für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeisterte.
Der erste Tag bot Workshops aus verschiedenen MINT-Bereichen wie Robotik, Mathematik und Raumfahrttechnik. Der zweite Tag führte die Teilnehmerinnen in Betriebe, die ihre Arbeitsprozesse, Technologien und Ausbildungspfade vorstellten. Der Girls Day soll junge Frauen frühzeitig für MINT-Berufe motivieren und ihnen zeigen, dass diese Berufsfelder erreichbare Wege sind.
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Besonders wichtig war die Durchführung in Oaxaca, da der Süden Mexikos strukturell zu den schwächeren Regionen zählt. Das Engagement aller Beteiligten trägt dazu bei, langfristig neue berufliche Perspektiven im Süden des Landes zu schaffen.
Bereits im September hatten zwei duale Ausbildungsmessen im südlichen Bundesstaat Veracruz gezeigt, dass das Interesse an praxisnahen Bildungsmodellen steigt: Bei zwei „Ferias duales“ in Veracruz und Xalapa informierten sich rund 370 Schüler:innen über das duale System. 15 Unternehmen signalisierten ihre Bereitschaft, künftig auszubilden. Damit wird das deutsche Erfolgsmodell der dualen Ausbildung Schritt für Schritt im Süden Mexikos etabliert.
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Berufsbildungspartnerschaft Mexiko
Seit Dezember 2023 läuft die 2. Phase der Berufsbildungspartnerschaft (BBP) Mexiko zwischen der DIHK, dem Koordinierungsrat der mexikanischen Wirtschaft (CCE), dem mexikanischen Arbeitgeberverband (COPARMEX) sowie dem Nationalen Rat für Normierung und Zertifizierung von beruflichen Kompetenzen (CONOCER). Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über sequa finanziell gefördert und dauert drei Jahre.