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„Das Projekt hat wie die Faust aufs Auge gepasst“

Die erste Fachkraft im Projekt Hand in Hand for International Talents ist gut angekommen

Team für Fachkräfte-Einwanderung in der Region Rostock: Agentur-Projektkoordinatorin Kathrin Hermann, Unternehmer Stephan Giersberg, sein Mitarbeiter Michel Polak und IHK-Projektkoordinator Rober Erler

© Margit Wild

Seit vier Wochen lebt Michel Polak im Ostseebad Kühlungsborn und arbeitet im Hotel Aquamarin als Hotelfachmann. Er ist die erste Fachkraft, die über das Projekt „Hand in Hand for International Talents“ in Deutschland eingereist ist. Das Projekt unterstützt Unternehmen bei der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte in IHK-Berufen. Dabei wird ein Prozess erprobt, der Bewerberinnen und Bewerber in Drittstaaten sowie potenzielle Arbeitgeber in Deutschland gewinnt und zusammenführt. Das Besondere dabei: Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren begleiten den gesamten, komplexen Zuwanderungsprozess bis zur nachhaltigen betrieblichen Integration.

So auch hier: Im Juli dieses Jahres wurde dem Hoteldirektor Stephan Giersberg das Projekt vorgestellt. Er beauftragte die Arbeitsagentur mit der Personalsuche über das gemeinsame Projekt mit der IHK zu Rostock und schon im August lernten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer via Skype im Vorstellungsgespräch kennen. Zwei Tage später erhielt Michel Polak die Zusage, zwei Monate später reiste er nach Deutschland ein. Ende Oktober holten die Projektkoordinatoren, Kathrin Hermann (Agentur für Arbeit Rostock) und Robert Erler (IHK zu Rostock), Michel Polak vom Flughafen in Berlin ab und begleiteten ihn nach Kühlungsborn zum Hotel Aquamarin.

Er ist gut angekommen: „Die Begleitung durch das Projekt war sehr hilfreich. Besonders die organisatorischen Hilfen, zum Beispiel beim Vorstellungsgespräch, bei der Arbeitsmarktzulassung und der Einreise, sogar bei der Wohnungssuche haben mir die Einwanderung erleichtert. Ich bin froh, nun hier leben und arbeiten zu können,“ sagt Michel Polak. „Ich wollte schon seit einiger Zeit nach Deutschland kommen und suchte nach Möglichkeiten dies zu tun. Ich hatte immer gedacht, dass es nicht möglich wäre meinen Abschluss anerkennen zu lassen, das Projekt hat also wie die Faust aufs Auge gepasst. Ich wurde eng betreut und die Anerkennung war schneller als erwartet.“ Auch sein Arbeitgeber ist mit dem Prozess sehr zufrieden: „Ich bin dankbar für die Unterstützung der beiden Projektkoordinatoren im gesamten Prozess. Sie haben mit Michel Polak eine super Fachkraft für mein Hotel gefunden. Er ist beruflich qualifiziert, sprachlich geschult und persönlich außerordentlich motiviert,“ sagt Stefan Giersberg.

Das Pilotprojekt „Hand in Hand for International Talents“ hat die DIHK Service GmbH gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie parallel mit dem Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes auf den Weg gebracht. Ziel ist, das Gesetz in die Praxis zu bringen. Sofie Geisel, Geschäftsführerin der DIHK Service GmbH sagt dazu: „Der Fachkräftebedarf ist schon lange eine Kann-Bruchstelle für den wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen in Deutschland. Damit der im demografischen Wandel nicht noch gravierendere Auswirkungen hat, brauchen wir in Deutschland gut gemanagte Fachkräfteeinwanderung. Diese – für alle Beteiligten – erfolgreich zu organisieren muss unser Ziel sein.“

© Hand in Hand for International Talents

Kontakt

Projektbüro bei der DIHK Service GmbH

Hand in Hand for International Talents

Faire und sichere Zuwanderung für Menschen mit beruflichen Qualifikationen, die besonders häufig in den Betrieben in Deutschland fehlen - sie auch für Menschen aus Drittstaaten zu erleichtern ist Ziel des neuen Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes . Mit dem Pilotprojekt „Hand in Hand for International Talents“ entwickeln und erproben wir einen idealtypischen Prozess, wie das mit Hilfe von IHKs und AHKs umgesetzt werden kann. Dazu bauen wir mit der Bundesagentur für Arbeit, drei AHKs und vier IHKs und der IHK-FOSA Kooperationsstrukturen auf, die Betriebe bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland begleiten. Ziel ist, mit diesen Erfahrungen eine Blaupause zu schaffen, wie die Umsetzung des Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes auch in anderen Ländern und weiteren Berufen realisiert werden kann.