© Chambers for GreenTech
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Projekt hat auch nach Abschluss nachhaltige Wirkung: Die Abschlusskonferenz des EXI‑Projekts (Export Initiative Umweltschutz) der AHK Zentralasien in Kasachstan Ende Januar markierte zwar das formelle Ende der Initiative, gleichzeitig wurde deutlich, wie groß das Potenzial für eine vertiefte deutsch‑kasachische Zusammenarbeit im Bereich Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist.
Über zwei Jahre hinweg haben die AHK Zentralasien und ihre Partner im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesumweltministeriums (BMUKN) wichtige Impulse gesetzt, die auch für deutsche Unternehmen und die IHK‑Organisation von hoher Relevanz sind. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Ansätze für eine nachhaltigere Abfall- und Ressourcenwirtschaft – ein Feld, das für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zunehmend strategisch wird.
Die Projektaktivitäten reichten von einer Delegationsreise für kasachische Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft nach Deutschland über die Weiterentwicklung einer digitalen Austauschplattform bis hin zur Organisation einer Arbeitsgruppe und eines Wettbewerbs für eine Biogasanlage des deutschen Unternehmens nOa climate. Damit wurden konkrete Anknüpfungspunkte geschaffen, die deutschen Unternehmen den Marktzugang erleichtern und zugleich neue Kooperationschancen eröffnen.
Bei der Abschlusskonferenz am 29. Januar 2026 in Astana standen vor allem marktfähige Geschäftsmodelle und technische Lösungen im Fokus. Ein Höhepunkt war der Fachvortrag mit anschließendem Workshop der Kreislaufwirtschaftsexpertin Laura Scherer von Circu:Culture. Die Diskussionen machten deutlich: Das Interesse kasachischer Akteure an zirkulären Wertschöpfungsketten, moderner Abfallverwertung und der Nutzung von Biogas ist groß – und bietet deutschen Unternehmen attraktive Perspektiven.
Diese Einschätzung bestätigte auch ein Roundtable an der Technischen Hochschule Karaganda (KarTU) mit Vertreterinnen und Vertretern des BMUKN, von Germany Trade & Invest (GTAI), regionalen Institutionen und Unternehmen. Dort wurde zudem die Biogasanlage nOa One M offiziell eingeweiht, die künftig als Demonstrations- und Forschungsanlage dient und damit einen wichtigen Beitrag zur praktischen Ausbildung und Technologievermittlung leistet.
Auch wenn das EXI‑Projekt nun offiziell abgeschlossen ist, bleibt das entstandene Netzwerk aus deutschen und kasachischen Unternehmen, Hochschulen, Verbänden und Wirtschaftskammern bestehen. Für die deutsche Wirtschaft und die IHK‑Organisation eröffnet dies langfristige Chancen: von neuen Absatzmärkten über Technologietransfer bis hin zur Stärkung nachhaltiger Wertschöpfungsketten im internationalen Kontext.
Die wichtigsten Projektergebnisse sowie spannende Gastbeiträge und technische Perspektiven zur Kreislaufwirtschaft in Kasachstan sind ab jetzt im Projektmagazin der AHK Zentralasien nachzulesen: