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Kreislaufwirtschaft

© pixabay

Die "Mülltrenner-Nation" Deutschland ist rund um den Globus für Entsorgungskonzepte und Recycling-Technik bekannt. Hier bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte für den praktischen "Export" von Umweltschutz – sei es in Form von Know-how oder mittels entsprechender Anlagen.

Umwelt- sowie Klimaschutz und die nachhaltige Ressourcennutzung rücken international immer stärker in den politischen und gesellschaftlichen Fokus. Zunehmend wird auch die wichtige Rolle erkannt, die in diesem Zusammenhang die Kreislaufwirtschaft spielen kann.

Handlungsbedarf ist reichlich vorhanden: In vielen Ländern gibt es nur eine unzureichende oder gar keine Infrastruktur zur Abfallentsorgung. Ungeregelte Deponierung und Verbrennung belasten die Umwelt und die Gesundheit der Menschen; wachsende Abfallmengen verunreinigen den Boden sowie Grund- und Oberflächengewässer.

Bei der Errichtung von Kreislaufwirtschafts-Wertschöpfungsketten können deutsche Experten und Unternehmen an allen Punkten Unterstützung leisten. Von der Beratung zu Organisation und Aufbau eines Verwertungssystems über die Lieferung einzelner Komponenten bis hin zu Betrieb und Schulung bieten sich Chancen, von denen beide Seiten profitieren. Zentral für eine erfolgreiche Kooperation ist dabei die passgenaue Ermittlung von Bedarf und Lösungsmöglichkeiten.

Beispielprojekte der Exportinitiative im Bereich der Kreislaufwirtschaft gibt es etwa in Kroatien, Rumänien, Indonesien, Russland oder auf den Kapverden:

Legende: 

  • hellgrün:           abgeschlossene Projekte
  • dunkelgrün:     laufende Projekte

© Chambers for Greentech



Chambers for GreenTech: Kreislaufwirtschaft

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    Aktuelle Projekte

    Kreislaufwirtschaft im Baltikum: Methodiken und Ansätze im Abfallmanagement


    Die EU-weiten Ziele, bis 2020 – 50 %, bis 2030 – 55 % und bis 2035 – 65 % der Siedlungsabfälle zu recyceln, stellt die baltischen Staaten vor große Herausforderungen.
    Im Rahmen des Projekts wird daher eine detaillierte Bedarfsanalyse erstellt, um die aktuelle Lage in Estland, Lettland und Litauen zu analysieren. Im Rahmen eines Workshops werden baltische VertreterInnen und deutsche LösungsanbieterInnen zusammengeführt, um ein Konzept zu erstellen, welches Handlungsempfehlungen für den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft aufzeigen. Die Transformation von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft entlastet die Umwelt und verstärkt die Nachhaltigkeit. Durch den Wissenstransfer zwischen Deutschland und den baltischen Staaten soll das Allgemeinverständnis für die Nachhaltigkeit im Abfallmanagement gestärkt werden, sodass der Wandel zu einer modernen Infrastruktur im Baltikum erleichtert wird.

    Kreislaufwirtschaft in Chile – Schwerpunkt organische Abfälle und Verpackungsabfälle

    Transition zur Kreislaufwirtschaft mit deutschem Know-How und Technologien

    Die chilenische Regierung arbeitet derzeit an einer nationalen Strategie für organische Abfälle und einer „Circular Economy Roadmap“. Die AHK Chile gründet im Rahmen ihres Projektes eine bilaterale Arbeitsgruppe zur Unterstützung der Maßnahmen der Regierung. Deutsche ExpertInnen nehmen neben Vertretern aus Kommunen, Verbänden, Unternehmen, NGOs, StartUps sowie dem Umweltministerium regelmäßig virtuell an den Treffen teil und helfen so, konkrete Lösungen für Herausforderungen auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Exemplarisch dafür stehen die Logistik der Verwertung organischer Abfälle oder neue zirkulare Konzepte für Verpackungen. Anschließend führt ein deutsch-chilenische Fachforum durch.

    Das Projekt wird zu einem verstärkten Wissensaustausch von deutschen und chilenischen und einer erfolgreichen Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und somit zu einer erhöhten Recycling- und Wiederverwertungsquote von Abfällen und einer Senkung der Emissionen beitragen.


    Geschäftsmöglichkeiten durch Indonesiens Bestrebungen zur Realisierung einer Extended Producer Responsibility


    Indonesien hat sich ambitionierte Ziele zur Reduktion des Müllaufkommens und der Steigerung der Recyclingquote gesetzt, denn als weltweit zweitgrößter Verursacher von Plastikabfällen in den Weltmeeren steht Indonesien global unter Beobachtung. Vor diesem Hintergrund wurde mitverschiedenen Initiativen begonnen. So müssen ab 2023 in Indonesien ansässige Produzenten von Nahrungsmitteln sowie Unternehmen aus dem Hotel- und Gastgewerbe Verpackungsmaterialien einsparen und durch wiederverwertbare Materialien ersetzen. Im Rahmen des Projekts soll verstärkt über die vorbereitenden Entwicklungen in Indonesien berichtet werden, um frühzeitig Geschäftschancen für deutsche Unternehmen zu identifizieren. Dazu entwickelt die AHK auch eine online Plattform mit dem Titel „EPR Indonesia“, welche die Entwicklungen in Indonesien fördert und Geschäftspartnerschaften initiiert.
     

    "Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Kasachstan"


    Im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien organisiert DEinternational Kasachstan eine branchenspezifische deutsch-kasachische „think-tank“-Arbeitsgruppe. Die AG soll innovative Lösungen im Bereich Abfallwirtschaft erarbeiten, um ein Umweltprojekt mit der Anwendung deutscher Technologien in der Partnerstadt Taras umzusetzen. Das Projekt wird mit Durchführung einer thematischen virtuellen Workshopwoche begleitet.
    Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Abfallwirtschaft durch die Zusammenarbeit der lokalen Ministerien und der deutschen Fachexperten, die ihre Umwelttechnologien auf dem lokalen Markt aktiv umsetzen können. Im Rahmen der AG-Sitzungen sollen die größten Branchenprobleme festgestellt werden, welche die Grundlage für die Entwicklung eines Projektes bieten werden.

    Digitaler Marktplatz für die Kreislaufwirtschaft in Lagos Stadt

    Wie viele große Städte in Afrika hat Lagos Probleme, der großen Menge an Siedlungsabfällen, welche die Stadt erzeugt, entgegenzutreten. Obwohl die Landesregierung und private Unternehmen Schritte unternommen haben, um dieser Herausforderung zu begegnen, waren lediglich wenige positive Effekte spürbar, was nicht zuletzt auch daran liegen könnte, dass Lagos eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt ist (nach Bevölkerung). Durch den Abbau von Silos und die Erleichterung des Markteintritts für (ausländische) Unternehmen werden die derzeitigen Anstrengungen der Interessengruppen des Kreislaufwirtschaftssektors wieder vermehrt unterstützt.
    Hier setzt das Projekt an, welches die Kreislaufwirtschaft in Lagos mithilfe eines digitalen Marktplatzes anregen soll. Der Marktplatz soll

    • die Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft stärken
    • private Investitionen in die Abfallwirtschaft fördern
    • potenziellen Investoren und neuen Marktteilnehmern helfen, Käufer und Lieferanten zu identifizieren
    • Transaktionskosten senken
    • die Abfallsortierung durch Haushalte und andere Abfallerzeuger fördern.

    Abfall- und Kreislaufwirtschaft auf Kap Verde – Implementierung eines Pfandsystems


    Auf Basis der Workshops zur Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Kap Verde (2019 und 2020) soll nun die Implementierung eines Pfandsystems als Teil der Lösung für den Umgang mit Verpackungsabfällen (wie z.B. Glas- und Plastikbehälter, Aluminiumdosen) im Inselstaat Kap Verde gemeinsam mit lokalen Behörden und Unternehmen erarbeitet werden. Hierzu werden eine Voranalyse und eine Wirtschaftlichkeitsstudie durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit lokalen Stakeholdern in Workshops diskutiert

    Kreislaufwirtschaft im Fokus: Bewältigung von Herausforderungen im Abfallmanagement in Uruguay

    Das neue Gesetz zum ganzheitlichen Management der Abfälle (2019) stellt viele Chancen und Herausforderungen für die Produzenten, Verbraucher sowie Gesellschaft Uruguays dar.

    Ziel des Projekts ist es, die aktuellen Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft in Bezug auf die Kunststoffverpackungsrückgewinnung im Rahmen des neuen Gesetzes zu analysieren. Anschließend wird von einem deutschen Experten eine Machbarkeitsstudie über die Möglichkeiten der Implementierung ökonomischer und nachhaltiger Systeme durchgeführt. Konkrete Handlungsempfehlungen werden in einem Workshop und in einer zweisprachigen Publikation, in der auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu finden sind, herausgearbeitet.


    Abgeschlossene Projekte

    Nachhaltige Verwertung von Deponieabfällen

    Wirtschaft und Bevölkerung in Indonesien wachsen ständig – und mit ihnen auch die Menge organischer und anorganischer Abfälle. Inzwischen wird das jährliche Müllaufkommen auf 65 Millionen Tonnen geschätzt, davon 16 Prozent Plastik.

    Besonders betroffen sind die großen urbanen Zentren mit hoher Bevölkerungsdichte. Küstenregionen sind ebenfalls stark beeinträchtigt. Über die Flüsse geraten Abfälle aller Art in die Meere.
    Bei einem Seminar in Jakarta diskutierten im September 2017 Experten des Abfallsektors, kommunale Gemeindevertretern und Unternehmen über mögliche Recyclingstrategien. In Zusammenarbeit mit Experten und einer lokalen Universität entwickelte die AHK Indonesien mithilfe einer detaillierten Sektoranalyse und mit einer Begehung und Analyse der Deponie "Ciangir" in Tasikamalya Handlungsoptionen für indonesische Kommunen.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website der AHK Indonesien.


    "Insel-Lösungen" in der Kreislaufwirtschaft

    Der Tourismus ist für die Kapverden der wichtigste Wirtschaftszweig – und stellt das kleine Inselreich vor große Herausforderungen: Einerseits bewirkt er steigende Abfallmengen, andererseits erfordert er den Schutz von Natur und Ökosystemen als Grundlage für den Besuch ausländischer Gäste.
    Die AHK Portugal unterstützt den Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Denn die Systeme für Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen vor Ort sind lückenhaft – ebenso wie die Datenlage, die einen ordnungspolitischen Rahmen begründen könnte.  Die AHK Portugal entwickelte zusammen mit deutschen und kapverdischen ExpertInnen in zwei Workshops einen Maßnahmenleitfaden für nachhaltiges Bauschutt-management. Der Leitfaden enthält relevante Handlungsfelder und konkrete Lösungsansätze, die nun am Beispiel von der Kommune Praia getestet werden sollen.

    Weitere Informationen gibt es auf der Website der AHK Portugal.

    Die Nutzung von Bioabfällen fördern

    Der kroatische Abfallwirtschaftsplan 2017 bis 2022 sieht vor, dass Bioabfälle zur energetischen Verwertung an Kompostierungs- und/oder Biogasanlagen weitergeleitet werden sollen. Die AHK Kroatien organsierte aufbauend auf einer Bedarfsabfrage bei Kommunen im März 2020 eine Delegationsreise nach Deutschland.
    Die AHK nutzt dabei das Wissen und die Netzwerke aus den Vorgängerprojekten: Bereits in den Jahren 2018 und 2019 hatte sie mehrere Workshops mit deutschen Experten und der kroatischen Kommune Zupanja gestaltet. Daraus entstand eine Fallstudie zur Erstellung und Implementierung eines Abfallwirtschaftskonzeptes mit hilfreichen Handlungsempfehlungen auch für andere Kommunen.

    Weiter Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Website der AHK Kroatien.

    Kreis- und Stadtverwaltungen unter Druck

    Eine Modernisierung des Abfallsektors wird schon deshalb dringlich, weil EU-Richtlinien und nationale Verordnungen umgesetzt werden müssen. "Plan" und "Ist" fallen dabei erheblich auseinander. Häufig fehlen Daten; doch es gibt auch Wissenslücken zu konkreten Lösungsmöglichkeiten und zu den Voraussetzungen, die der Betrieb eines umweltgerechten Kreislaufwirtschaftssystems an technologische Ausstattung und Know-how stellt.
    Seit 2018 hat die AHK Rumänien in drei kroatischen Gemeinden (Iaşi, Cluj und Timișoara) sowie in der Hauptstadt Bukarest Workshops zum Thema Abfallmanagement durchgeführt. Neben einer Marktanalyse und Bedarfslandkarte, erstellte sie unter anderem einen Leitfaden mit Ergebnissen und Best Practices für rumänische Kommunen.

    Informationsportal Kreislaufwirtschaft

    In Russland fallen pro Jahr 70 Millionen Tonnen feste Siedlungsabfälle an. Experten schätzen, dass nur vier Prozent davon verwertet werden, der Rest landet auf Deponien.

    Im Zuge der Reformpolitik im russischen Abfallsektor soll sich das jedoch künftig ändern. So stehen im Rahmen des föderalen Programms "Ökologie" in den kommenden Jahren insgesamt 3,8 Milliarden Euro für den Auf- und Ausbau einer modernen Entsorgungsinfrastruktur bereit.

    Auch deutschen Anbietern von Umwelttechnologien eröffnen sich vor dem Hintergrund dieser massiven Investitionen wachsende Absatzchancen. Unterstützung kommt von der AHK Russland, die das Thema Kreislaufwirtschaft seit 2017 intensiv bearbeitet.

    Um Operatoren, Behörden und Entsorgungsunternehmen in Russland die Recyclingtechnologien "made in Germany" näherzubringen, betreibt die AHK in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und deutschen Unternehmen ein Informationsportal in russischer und deutscher Sprache, das am 20. November 2019 online gegangen ist. Unter der Adresse www.germantech.ru können interessierte Betriebe ihre Angebote russischen Betreibern präsentieren.

    Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website der AHK Russland.