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Grüner Wasserstoff

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Bekannt als das „Öl von morgen“ und als Energieträger der Zukunft steht Wasserstoff aktuell im Fokus der Aufmerksamkeit. Dies liegt in der großen Hoffnung begründet, dass Wasserstoff und die damit verbundenen Technologien ein Schlüssel für das Erreichen der deutschen und europäischen Klimaziele ist.

Die beträchtlichen finanziellen Mittel, die für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft im Konjunkturpaket der Bundesregierung für nationale und internationale Projekte hinterlegt sind, spiegeln diese Hoffnung wider. Dabei spielen auch die deutschen Auslandshandelskammern in 92 Ländern eine zentrale Rolle: Sie sind prädestiniert, die internationalen Energie- und Wasserstoffpartnerschaften der Bundesregierung im Sinne der deutschen Wirtschaft zu fördern und zu flankieren.

Im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMUV widmen sich AHKs in den Philippinen, Thailand, Nigeria und Chile insbesondere der Frage, wie Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zur dezentralen und netzfernen Stromversorgung genutzt werden können.

Legende:

  • Blau: abgeschlossene Projekte
  • Grün: aktuelle Projekte

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Aktuelle Projekte


Grüne Wasserstoffproduktion für den Einsatz in netzunabhängigen Anwendungen


Viele Menschen in Nigeria haben keinen Zugang zu Elektrizität oder sind von unzuverlässigem und minderqualitativem Netzstrom abhängig. Sogenannte Mini-Grids bieten daher eine autonome und dezentrale Energieversorgung. Da diese Mini-Grids häufig über umweltschädliche Dieselgeneratoren betrieben werden, wird im Rahmen des Projektes das Potenzial von Wasserstofflösungen mittels einer Marktstudie bewertet. Durch die Nutzung freier Solar-PV-Kapazität könnte tagsüber grüner Wasserstoff produziert und vor Ort in Tanks gespeichert werden. Dieser grüne Wasserstoff könnte dann verwendet werden, um Mini-Grids nachts mit Strom zu versorgen und den Bedarf und die
Verwendung von Dieselgeneratoren zu reduzieren. Eine nachfolgende Netzwerkveranstaltung soll das Bewusstsein für die Möglichkeit der grünen Wasserstoffproduktion schärfen und die Formulierung einer nationalen Wasserstoffpolitik anregen.

Grüner Wasserstoff – Marktpotenzial auf den Philippinen


Durch gestiegenen Strombedarf und hohe Stromkosten haben viele philippinische Unternehmen die Infrastruktur für Stromeigengeneration, durch umweltschädliche Dieselgeneratoren oder die Erweiterung bestehender Netzersatzanlagen mit erneuerbarer Energie-Technologie, ausgebaut. Aufgrund strenger Regulierung der Netzeinspeisung überschüssigen Stroms, spielen Zwischenspeicheroptionen hier eine wichtige Rolle.
Im Rahmen des Projekts, wird daher das Marktpotenzial von Wasserstoff- und Brennzellentechnologie als Speichermedium, im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien untersuchen und potenzielle
Erstanwender auf den Philippinen ermitteln, um den Technologietransfer deutscher Anbieter durch konkrete Pilotprojekte zu fördern. Dies wird die philippinische Regierung bei der Erreichung der Klimaziele unterstützen und neue Wege der Stromversorgungssicherheit aufzeigen.

Marktstudie Thailand: Dezentrale Stromversorgung mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf Inseln


Thailand ist aktuell dabei, eine Blaupause für eine (weitgehend) treibhausgasneutrale Zukunft zu entwerfen. Dabei orientieren sich Ziele und Zeithorizont and den Vorgaben der Europäischen Union, in der bis 2050 alle Treibhausgasemissionen, so weit wie möglich, vermieden werden sollen. Grüner Wasserstoff kann dabei einen wichtigen Baustein für die Dekarbonisierung Thailands darstellen. Auch bei Solar-PV-gestützten Mikrostromnetzen auf netzfernen, abgelegenen Inseln kann grüner Wasserstoff eine vollständige Versorgung mit regenerativen Energien ermöglichen und eine emissionsfreie Alternative zum Einsatz von Dieselgenerator bieten. Im Rahmen des Projekts wird anhand einer Marktstudie das Potenzial für mögliche Anwendungen von Technologien im Bereich des Grünen Wasserstoffs auf netzfernen Inseln in Thailand identifiziert und untersucht, wie die Erzeugung die Nachhaltigkeit in der Umweltnutzung und Energieversorgung, sowie die Dekarbonisierung im Königreich unterstützen kann.