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Duisburg – Gemeinsam mit Unternehmen für Vereinbarkeit

Bündnis des Monats Januar
Bündnis des Monats Januar

© Duisburger Bündnis für Vereinbarkeit

Das Duisburger Bündnis denkt das Thema breiter als bisher: Vereinbarkeit betrifft nicht nur Familienfreundlichkeit, sondern umfasst alle Lebensphasen.

Das 2014 gegründete Bündnis hat sich nach zehn Jahren neu aufgestellt und seinen Namen sowie den Themenbereich erweitert. Aus dem ursprünglichen Fokus auf  Familienfreundlichkeit ist das „Duisburger Bündnis für Vereinbarkeit“ geworden. Mit dieser Neuausrichtung setzt das Netzwerk ein klares Zeichen für eine moderne Arbeitswelt und wird dafür vom Bundesfamilienministerium als „Bündnis des Monats Januar 2026“ ausgezeichnet.

Wirtschaftskraft sichern und Vereinbarkeit modern interpretieren – das Duisburger Bündnis für Vereinbarkeit hat diese Zukunftsaufgabe erkannt und trägt diese Haltung geschlossen in die Unternehmen. Dass große Konzerne und kleine Betriebe dabei an einem Strang ziehen, macht das Bündnis so wertvoll für Duisburg.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg

Duisburg als Standort attraktiver machen – mit Vereinbarkeitsthemen

Der Fokus liegt klar auf den Unternehmen. „Wir möchten den Standort Duisburg mit seinen Unternehmen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv machen. Dabei spielt das Thema Vereinbarkeit eine zentrale Rolle“, erklärt Judith Hemeier von der Niederrheinischen IHK Duisburg, die gemeinsam mit Magdalena Kowalczyk, Stadt Duisburg/Leiterin des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Niederrhein, und Christian Kleff, Geschäftsführer beim Unternehmerverband, das Koordinationstrio bildet.

Die Duisburger Charta für Vereinbarkeit

Mit Partnern wie der Sparkasse Duisburg, der Commerz Direktservice GmbH, der Kindernothilfe e.V., dem Duisburger Hafen - duisport AG, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Kreishandwerkerschaft Duisburg hat das Bündnis die Duisburger Charta für Vereinbarkeit entwickelt. Sie dokumentiert die Haltung der Unternehmen und fordert Verbindlichkeit in zentralen Aspekten wie einer nachhaltigen Unternehmenskultur, Sensibilität für die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in allen Lebensphasen, Förderung des Wiedereinstiegs nach Auszeiten, Qualifizierung und Weiterbildung, neuen Arbeits- und Führungsmodellen sowie dem Einsatz für Vielfalt und Beteiligung der Beschäftigten.

Unternehmen mit Vereinbarkeitsthemen ins Rampenlicht

Die Charta wurde im Juni 2024 vom Oberbürgermeister Sören Link feierlich an 35 Unternehmen übergeben. Inzwischen haben fast 50 Unternehmen unterzeichnet – darunter Branchengrößen wie thyssenkrupp Steel Europe AG, die TARGO Bank, FOM Duisburg, Krohne Messtechnik GmbH sowie Betriebe wie die Elektro Venn GmbH, die Autohaus am Großmarkt GmbH und weitere engagierte Unternehmen, die Vereinbarkeit täglich leben.

„Die Mischung aus großen Playern und kleinen Betrieben im Duisburger Netzwerk zeigt: Mit der Unterzeichnung der Duisburger Charta machen auch kleine und mittelständische Unternehmen ihre eigenen Ziele rund um eine lebensphasenorientierte Personalpolitik transparent“, betont Magdalena Kowalczyk. 

„Zentrales Element unseres Bündnisses ist das starke Netzwerk“, ergänzt Christian Kleff. „Mit unseren Treffen und Best Practices sorgen wir für den Blick über den Tellerrand bei diesem wichtigen Thema.“ Idee sei, dass die Unternehmen sich austauschen und voneinander lernen. „Das funktioniert wunderbar“, so Kleff. „Und zwar auch in der aktuellen Krise. Der Fachkräftemangel ist gekommen, um zu bleiben. Das wissen die Entscheiderinnen und Entscheider. Deshalb sind sie bei uns an Bord.“

Enge Zusammenarbeit im Namen des Bündnisses

Im Rahmen des Bündnisses kooperieren die Stadt Duisburg, die IHK-Niederrhein und der Unternehmerverband eng miteinander. Auch die aktiven Unternehmen im Bündnis nutzen die engen Kontakte. Über die Zusammenarbeit im Bündnis hinaus können Ausbildungsthemen, Ausschusstätigkeiten in der IHK oder Prüfertätigkeiten schnell besprochen werden. „Wir profitieren alle von der engen Vernetzung mit den Unternehmen mit Vereinbarkeitsfokus im Bündnis. So kommen zum Beispiel viele Unternehmerinnen des Frauennetzwerks ursprünglich aus der Bündniszusammenarbeit“, sagt Judith Hemeier.

Um den Austausch unter den Unternehmen im Bündnis zu stärken, finden regelmäßig Vereinbarkeitsfrühstücke statt. Dazu lädt jeweils ein Unternehmen ein und stellt dabei eigene gute Beispiele vor, die andere zur Umsetzung im eigenen Unternehmen ermutigen.

Pläne für das kommende Jahr

Erstmalig wird im Jahr 2026 die neue Auszeichnung „#VorbildlicheVereinbarkeit“ ausgelobt, die Unternehmen in vier Größenkategorien für besonders gelungene Vereinbarkeitslösungen würdigt. Bewerbungen sind ab sofort möglich, Einsendeschluss ist der 28. Februar 2026.

Weitere Informationen unter: https://www.duisburg.de/buendnis-fuer-vereinbarkeit

Überblick über die Angebote des Duisburger Bündnisses für Vereinbarkeit

  • Duisburger Charta für Vereinbarkeit
  • Unternehmensfrühstück zum Best-Practice-Austausch
  • Auszeichnung für #VorbildlicheVereinbarkeit in vier Unternehmenskategorien

Pressekontakt Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“

Servicebüro DIHK Service GmbH, Breite Straße 29, 10178 Berlin
Tel.: 0800 08 63 826 | E-Mail: info‎@lokale-buendnisse-fuer-familie.de
Website: https://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de

Kontakt Duisburger Bündnis für Vereinbarkeit

Stadt Duisburg/Kompetenzzentrum Frau & Beruf Niederrhein: 

Magdalena Kowalczyk, Tel.: 0203 283-4997

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg

Judith Hemeier, Tel.: 0203 2821-289

Unternehmerverband | Wirtschaft für Duisburg

Christian Kleff, Mobil: +49 172 1568333

Website: https://www.duisburg.de/buendnis-fuer-vereinbarkeit

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und somit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. 

Derzeit engagieren sich rund 19.000 Akteurinnen und Akteure, darunter circa 7.900 Unternehmen, in etwa 8.000 Projekten. Rund 320 Lokale Bündnisse sind in der Initiative aktiv. Das Bundesfamilienministerium hat ein Servicebüro eingerichtet, das den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.

 

 

© Lokale Bündnisse für Familie

Lokale Bündnisse für Familie

Familienfreundlichkeit ist für Unternehmen wie für Standorte ein zentraler Attraktivitätsfaktor. In Regionen, die hier zurückfallen, können Unternehmen nicht nachhaltig erfolgreich sein. Daher unterstützen wir mit unserem Servicebüro die rund 520 lokalen Bündnisse in Deutschland, in denen sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung dafür einsetzen, dass Familien vor Ort die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt. Wir sorgen für Austausch und Know-how-Transfer und dafür, dass Informationen, Erfahrungen und die besten Ideen in den Bündnissen geteilt werden –dazu, wie vor Ort gemeinsam Vereinbarkeit und Familienfreundlichkeit praktisch organisiert werden kann.