© ZUG/Jens Jeske
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Am 4. September 2026 lud das Bundesumweltministerium (BMUKN) zur CleanTech-Konferenz 2026 in das Haus der Deutschen Wirtschaft nach Berlin ein. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um über die Zukunft der deutschen Umweltwirtschaft angesichts sich wandelnder geopolitischer Marktbedingungen zu diskutieren. Gleichzeitig bot sie den passenden Rahmen für einen besonderen Meilenstein: das zehnjährige Bestehen der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) und von Chambers for GreenTech.
Seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2016 schafft die Koordinationsstelle Chambers for GreenTech eine Brücke zwischen dem weltweiten Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) und der deutschen GreenTech-Branche. Mit inzwischen 77 erfolgreich umgesetzten Projekten in 45 Ländern wurden neue Partnerschaften aufgebaut, Märkte erschlossen und konkrete Beiträge zur Bewältigung globaler Umweltherausforderungen geleistet. Von Kreislaufwirtschaft über Wasser- und Abwassertechnik bis hin zu dezentralen Anwendungen von grünem Wasserstoff zeigen die Projekte, wie wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ressourcenschutz erfolgreich zusammenwirken können.
Wie vielfältig diese Aktivitäten sind, zeigt sich am besten anhand von Beispielen: In Uruguay unterstützten zwei EXI-Projekte die Vorbereitungen für den Aufbau eines Mehrwegsystems für Getränkeverpackungen nach deutschem Vorbild. In Ghana begleitete ein deutsch-ghanaisches Stakeholder-Forum den Fachaustausch zur Entwicklung einer nationalen Wasserstoffstrategie. Seit Beginn des Jahres arbeitet die AHK Südliches Afrika mit ihren Projektpartner wiederum daran, die Wassernutzungseffizienz in Industrie- und Gewerbebetrieben in Südafrika und Sambia zu verbessern. Gemeinsam ist diesen Vorhaben, dass sie lokale Umweltbedarfe mit deutscher Technologie- und Fachkompetenz verbinden.
Das große Potenzial dieser Projektarbeit wurde auch auf der CleanTech-Konferenz deutlich: Laut Dr. Jens Burchardt von der Boston Consulting Group zählt die Umweltwirtschaft bereits heute zu den weltweit wichtigsten Wachstumssektoren und wird Schätzungen zufolge bis 2030 auf ein Marktvolumen von mehr als sieben Billionen US-Dollar anwachsen. Damit eröffnen sich erhebliche Chancen für deutsche Unternehmen, die mit innovativen Umwelttechnologien international erfolgreich werden wollen.
Vor diesem Hintergrund standen auf der Konferenz die Wettbewerbsfähigkeit deutscher GreenTech, die Bedeutung verlässlicher internationaler Partnerschaften sowie die Erschließung neuer Marktchancen im Mittelpunkt der Diskussionen.
Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, dass der erfolgreiche Export von Umwelttechnologien mehr braucht als technologische Innovationskraft. Entscheidend sind starke Netzwerke, lokale Marktkenntnisse und belastbare Beziehungen. Genau hier setzt Chambers for GreenTech an: Die Projektarbeit in der EXI verbindet die Expertise der AHKs vor Ort mit den Kompetenzen der deutschen Umweltwirtschaft und schafft so die Grundlage dafür, internationale Umweltbedarfe mit Lösungen „Made in Germany“ zusammenzubringen.
Das zehnjährige Jubiläum von Exportinitiative Umweltschutz und Chambers for GreenTech ist deshalb nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch Ausdruck eines gemeinsamen Erfolgs von BMUKN, DIHK Service GmbH, AHK-Netzwerk und zahlreichen Partnerorganisationen im In- und Ausland. Auf diesem Fundament wird Chambers for GreenTech weiter aufbauen, bestehende Formate fortentwickeln, neue Ansätze erproben und die internationale Zusammenarbeit fördern. Denn die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen wächst weltweit und mit ihr die Bedeutung starker Verbindungen zwischen globalen Umweltbedarfen und innovativen Technologien aus Deutschland.
Die Exportinitiative Umweltschutz ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Weitere Informationen unter: Exportinitiative | Exportinitiative Umweltschutz.
Interesse geweckt? Weitere Informationen zu den AHK-Projekten:
Flaschenpfand in Uruguay: Mehrweg in Uruguay: Projekte der AHK ebnen deutschen Markteinstieg.
Deutsch-Ghanaisches Stakeholder-Forum Wasserstoff: Projektsteckbrief AHK Ghana H2 .
Wassereffizienz in Industrie und Gewerbe des Südlichen Afrikas (WECISA): Neue Monitoringsysteme unterstützen Unternehmen beim Wassersparen.